7. Oktober - 6. November 2011




Daniel Müller-Friedrichsen

Eingeladen von
Jens Mentrup

•NOTE ON the fifth wall•



In seiner Ausstellung »NOTE ON the fifth wall« bezieht sich Daniel Müller-Friedrichsen auf die Parabel The Mirror Image des chassidischen Rabbi Nachman von Breslov (1772-1810). Diese Parabel erzählt von einem Künstler, der die Hälfte eines Raumes mit reflektierendem schwarzem Pech überzieht, um die andere Hälfte des Raumes zu spiegeln. In dieser Spiegelung bildet sich die Gegenwart des Raumes immer wieder neu ab. Mithilfe der Medien Malerei, Film und Performance entwirft Daniel Müller-Friedrichsen eine darauf beruhende Struktur aus verwobenen Zeitebenen, Referenzsystemen, einer phantastischen Architektur und nonlinearen Erzählungen.

Im Film The Fourth Wall (2011) liest ein Mann in Zeitungen, die als Sichtschutz während der Renovierung in ein Schaufenster geklebt sind, während sich ein anderer durch unterschiedliche Innen- und Außenräume bewegt. Währenddessen wird der Text aus The Mirror Image eingeblendet, der die Betrachter_innen direkt anspricht. Die Trennung zwischen den Zuschauer_innen und den im Film sichtbaren Personen wird aufgelöst, da die Bilder, die Betrachter_innen und der lesende Mann in Verbindung treten. Der Titel der Ausstellung hinterfragt die Rollen der Schauspieler_innen, der Bilder und der Interpret_innen der Ausstellung und erweitert somit den Raum um eine fünfte Ebene: the fifth wall.

Im zweiten Raum stehen die Besucher_innen mit Öl auf Glas gemalten Bildern gegenüber. Diese Arbeiten werden in eine Tradition der unsichtbaren Kunst, der matte paintings, überführt, indem sie die gefilmte Inszenierung erweitern und die Imagination der jeweiligen Filmemacher_innen spiegeln. In seinen schwarzen Bildern steigert Daniel Müller-Friedrichsen diese Möglichkeit bis ins Unendliche.

Am Sonntag, den 6. November 2011 um 16 Uhr wird Daniel Müller-Friedrichsen die nonlineare Struktur des Films in einer Performance wiederaufgreifen. Im Film erleben die Betrachter_innen die unterschiedlichen Ebenen der Zeit als imaginierte Zeit, eine Illusion, die auf ein mögliches, ununterbrochenes Jetzt hindeutet. Statt einer aufgezeichneten Zeit wird das Gesehene und Erlebte von Müller-Friedrichsen als wandelbare Erinnerung inszeniert, als lebendiges Memento, das immer wieder neue Performances provoziert.

Performance: Sonntag, 06. November 2011, 16 Uhr


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